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Martin Cleis – Text Werke I Ausstellungen I Vita
 
unreleased II
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The Galesburg Series
 
Martin Cleis, Back Yard, 1988
Martin Cleis, Burlington-Northern, 1988
 
© Martin Cleis, aus:  The Galesburg Series, 1988  
«Back Yard» (Download 300 dpi)
pigmented print auf Hanemühle
Photo Rag 308 g/m2, 30 x 45 cm
«Burlington-Northern» (Download 300 dpi)
Mischtechnik (Acryl, Graphit- u. Kohlestift)
auf Papier, 30 x 45 cm
 
Der in Serien und Zyklen arbeitende Künstler Martin Cleis wird mit seiner Galesburg-Series im Rahmen seines 75. Geburtstags mit der Unreleased II - Ausstellung vom 7. März bis zum 11. April 2021 in der Galerie Mollwo in Riehen, Basel zu sehen sein. Dieser Werkzyklus entstand wie viele andere während eines begrenzten Zeitraumes; dieses Mal war es ein „Artist in Residence Program in Galesburg, Illinois/USA im Jahr 1988. An dieser Serie ist besonders, dass sie nicht nur aus gemalten Bildern, sondern auch aus Fotografien besteht. Der Maler ist nicht auch Fotograf, kann aber als «fotografierender Maler» bezeichnet werden. Diese zwei Schaffensprozesse hat er aber nicht aufeinander abgestimmt, sondern diese haben unabhängig voneinander gewisse parallele Züge auf- und angenommen, die miteinander verglichen und in Bezug gesetzt werden können. So sind die malerischen Arbeiten grundsätzlich und mehrheitlich zwar abstrakt, jedoch nicht ganz ungegenständlich und losgelöst von der Umgebung und den dortigen Baustrukturen, die beide vor- und nachher fotografiert wurden und diese wiederaufnehmen.
 
Er bringt in einzelnen Bildern regelmässig gleichzeitig mehrere und oft nicht in einem Duktus erbrachte Arbeits- und Malstile zusammen. So kommen etwa kräftige gestische Pinselstriche, kontraststark neben eher feineren, fast baurissartigen Linien zu stehen, die vielleicht eine Anlehnung an die japanische Malerei und Kompositionsform sein könnten oder zumindest entsprechende Assoziationen auszulösen vermögen. Diese mitunter spontane Arbeitsweise führt zu reichen Malstrukturen, zu Schichtungen und Überlagerungen und schliesslich zu den abstrakten, d.h. ungegenständlichen Bildfindungen, die für Cleis so typisch sind.
 

Thea Breitenmoser

 
Zur Ausstellung erscheint ein farbiger Katalog mit Texten von Thea Breitenmoser, Christof Molllwo und Martin Cleis.
28 S., Edition Howeg Zürich, ISBN 978-3-85736-353-5
 
Parallel zur Ausstellung in der Galerie Mollwo werden von März bis Mai 2021 in der Städtischen Galerie Stapflehus in Weil am Rhein unter dem Titel [ :die Baustelle] 03-2021 / Drei Installationen auf drei Stockwerken von Martin Cleis mit Ulrich Wössner zu sehen sein, begleitet von einem Katalog mit einem Einführungstext von U. Wössner. Pandemiebedingt können die genauen Öffnungsdaten erst später publiziert und unter www.stapflehus.de eingesehen werden.
 
Cleis Atelier 2016
 
Martin Cleis an der Arbeit, 2016
 
Zu den früheren Ausstellungen: 2016 | 2013